Projekte
Gesundheitsberufegesetz
Im Zusammenhang mit dem
geplanten Gesundheitsberufegesetz soll der SBK im Bereich Registrierung der
Pflegeberufe eine Führungsaufgabe übernehmen. Dies ergab ein Rundtischgespräch,
zu dem der Berufsverband Anfang Dezember 2011 die Fachverbände und weitere
interessierte Kreise eingeladen hatte.
Das Projekt „Gesundheitsberufegesetz“
wurde von Catherine Gasser, Leiterin Abteilung Gesundheitsberufe beim BAG
vorgestellt, während David Benton, Direktor des International Council of Nurses
(ICN) und Jean Barry, Verantwortliche für Reglementierung beim ICN, die Thematik
im internationalen Fokus beleuchteten.
Der SBK wird nun eine entsprechende Begleitgruppe einsetzen.
Kontaktperson bei der SBK-Geschäftsstelle ist
Roswitha Koch, Leiterin
Pflegeentwicklung.
"Professionelle Pflege Schweiz - Perspektive 2020"
Mit dem
Ziel, ein breit abgestütztes Positionspapier als strategische
Planungsgrundlage für politische und inhaltliche Positionen und Aktivitäten zu
erarbeiten, lancierte der SBK 2009 das Projekt „Professionelle Pflege Schweiz –
Perspektive 2020“.
Grundlage bildete eine
Literaturarbeit zum Thema, die Lorenz Imhof und Peter Rüesch von der ZHAW im Auftrag des SBK realisiert
worden ist.
Mit dem Positionspapier, das von der SBK-Delegiertenversammlung 2011
genehmigt wurde, präsentiert der Verband Lösungen, wie in Zukunft die
Bevölkerung mit der wachsenden Zahl von alten und Menschen mit chronischen
Krankheiten qualitativ gut und bezahlbar versorgt werden kann. Ausgehend von
international anerkannten Definitionen der Pflege werden die Handlungsfelder
beschrieben und konkrete Forderungen an die Entscheidungsträger gestellt.
Das Dokument "Professionelle Pflege Schweiz - Perspektive 2020" kann bei der
Geschäftsstelle angefordert
werden.
Fit-Nursing Care
Das Projekt "FIT-Nursing Care" der
Fachhochschule St. Gallen, das vom SBK mitunterstützt wurde, ist Ende 2010
abgeschlossen worden.
Unter der Adresse
www.fit-care.ch steht nun eine forschungs- und IT-gestützte
Expertennetzwerk-Plattform zur Verfügung, die den aktuellen Stand des Wissens zu pflegerischen
Fragestellungen in praxisnaher, wissenschaftlich differenzierter Form
bereitstellt und den Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren der FIT-Plattform ermöglicht.
Ø
Abschlussbericht
Neues Spitaltarifsystem mit Fallpauschalen
Mit dem Projekt
"SwissDRG und Pflege" setzt sich der
SBK gemeinsam mit der Schweizerischen Vereinigung der PflegedienstleiterInnen (SVPL)
dafür ein, dass die Pflegeleistungen im neuen Spitaltarifsystem transparent, leistungs- und
fallbezogen abgebildet werden.
Am 1. Dezember 2009 deponierten der SBK
und andere Berufs- und Personalverbände eine
Petition, in der 28 000
Berufsanghörige den Bundesrat auffordern, die neue Spitalfinanzierung nicht
einzuführen, ohne eine Reihe von flankierenden Massnahmen zu treffen. Die
beteiligten Verbände konsolidierten ihre Zusammenarbeit anschliessend in einer
festen Allianz der Personalverbände im Gesundheitswesen. Aktuell stehen sie in
Verhandlungen mit verschiedenen Partnern der Spitalfinanzierung für eine
gemeinsame Erklärung zur Sicherung der Arbeitsplatzqualität unter dem
SwissDRG-Finanzierungsregime.
Das Zentrum für Klinische Pflegewissenschaft des
Universitätsspitals Zürich erarbeitete zwischen Oktober 2010 und Februar 2011 im
Auftrag der Projektgruppe ein Set
aufwandrelevanter Pflegeindikatoren, welche geeignet sind, die
Variabilität des zeitlichen Pflegeaufwandes innerhalb von DRGs besser zu
erklären. Gestützt auf ihren Schlussbericht haben der SBK und die SVPL
beim Bundesamt für Statistik einen Antrag für ein zusätzliches Kapitel in der Schweizerischen Operationsklassifikation (CHOP)
eingereicht.
> CHOP-Codes gemäss Antrag
SBK, SVPL, H+
>
Schlussbericht
Zentrum für Klinische Pflegewissenschaft (Mai 2011)
>
Studienbericht Projekt DRG und Pflege (Okt. 2009)
> Schlussbericht Forschungsplan DRG
und Pflege (2006)
>
SBK-Positionspapier
Ø
www.swissdrg.org
Leitfaden Psychiatrieplanung GDK
Der von der Gesundheitsdirektorenkonferenz in Auftrag
gegebene Leitfaden Psychiatrieplanung soll die Kantone bei der Planung einer
patientennahen psychiatrischen Versorgung unterstützen, eine adäquatere
Berücksichtigung der ambulanten Leistungserbringer im Rahmen der Spitalplanung
erreichen und die Durchführung von Modellprogrammen stimulieren.
Der SBK ist
in der Begleitgruppe vertreten; ausserdem werden die Arbeiten sehr eng über
seine Kommission
Psychiatriepflege verfolgt.
Ø
Psychiatrieplanung GDK
ICNP – International Classification for Nursing Practice
Die Internationalen Klassifikation für die Pflegepraxis (ICNP) wurde vom
Weltbund der Krankenschwestern und Krankenpfleger (ICN) entwickelt, um eine gemeinsame
Sprache zur Verfügung zu stellen, die Vergleiche von Pflegedaten zwischen
Menschengruppen (Populationen), Umständen (Settings), geografischen
Gebieten und der Zeit ermöglicht.
Die deutsche Fassung wurde vom
SBK in Zusammenarbeit mit dem deutschen und dem österreichischen
Berufsverband übersetzt und publiziert (2002, Verlag Hans Huber). Gemeinsam betreiben die drei
Berufsverbände das ICNP-Zentrum für den deutschsprachigen Raum.
NURSINGdata
Die Arbeiten am Projekt NURSINGdata wurden 2006 fristgerecht abgeschlossen.
Ziel war, eine standardisierte „Sprache“ für die
Pflege auszuarbeiten, um vergleichbare Informationen zu pflegerelevanten
Gesundheitsaspekten, zur Tätigkeit und zu den Ergebnissen der Pflege zu erhalten
und die Krankenhausstatistiken entsprechend ergänzen zu können.
Die Resultate werden in die Projekte zur Einführung von SwissDRG integriert.
Ø
Nursingdata
update: Dezember 2011
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